Hilfe bei Turnierstress von
Anne Pobell – Ganzheitliches Pferdetraining
 
 

 

Jeder Reiter kennt es, aber nicht jeder kann es sich erklären: Bei den Vorbereitungen zu Hause klappt alles bestens, sobald es zum Turnier losgehen soll, ist der Wurm drin: Das Pferd möchte nicht auf den Hänger, es scheut, ist unkonzentriert, verpatzt die leichtesten Aufgaben und so weiter.
Die Gründe dafür werden oft als Ungehorsam oder als Prüfungsangst gedeutet, doch ein Pferd 'kennt' keine Prüfungen, kann also davor keine Angst oder Unwillen haben.
Die Ursachen für seine Reaktionen liegen woanders und wir Menschen sind gefragt, die Stressfaktoren dafür zu erkennen und zu vermeiden.
Dazu ist es notwendig, ein gewisses Verständnis für sein Pferd zu entwickeln. F ür seinen Charakter, sein Nervenkostüm und nicht zuletzt für seine eigene Lebensgeschichte.

Grundsätzlich aber gilt für alle Pferde:

- Es sind Herdentiere: Ihr Überleben ist von der Sicherheit der Herde mit ihrer Leitstute und einer klaren Herdenstruktur abhängig.
- Es sind Fluchttiere: Sie reagieren in Stresssituationen immer mit ihrem Fluchtinstinkt, ihre einzige Verteidigung, denn sie könnten gegen keinen ihrer Feinde durch Kampf gewinnen.

Vier Punkte zur Stressreduktion:

1. Beziehungsaufbau mit Klärung der Rangfolge
(Die Beziehung zwischen Mensch und Pferd kann nur vom Boden aus geklärt werden, nicht vom Sattel !)

Ein Pferd sucht sich sein Leittier, welches Gelassenheit und Weitblick ausstrahlt. Daran orientiert es sich, weil ihm dies Sicherheit garantiert.
Auf der Weide bewegen sich Pferde gegenseitig durch Blicke und Gesten. Ranghöhere Pferde bewegen sich selbst wenig und lassen Rangniedere weichen.
Dieses Spiel 'Wer bewegt Wen' zur Klärung der Rangordnung gilt auch für den Menschen. Um bewußt den höheren Rang vor seinem Pferd zu erlangen, gilt es die Pferdesprache = Körpersprache zu erlernen. Es gibt grundlegende Verhaltensregeln aus der Pferdesprache, die der Mensch einhalten muss und hilfreiche Übungen dazu.
Dazu startet man bei Anne Pobell mit Führtraining und Bodenarbeit am langen Seil und kann es bis zur freien Arbeit in der Halle oder Round-Pen erweitern.

2. Vorbild für das Pferd sein

Pferde vermögen jede, auch unterschwellige, Stimmung zu erfassen. Ist also der Mensch, sein Leittier aufgeregt, bedeutet das für sie unmittelbare 'Gefahr', woraufhin es Adrenalin ausschüttet und nur noch von seinem Fluchtinstinkt gesteuert wird und nicht mehr auf seinen Besitzer reagiert.
Darum unbedingt Hektik auf Grund von z.B. Zeitnot meiden und bei Nervosität vor Prüfungen als Turnierreiter selbst Baldriantropfen nehmen.

3. Desensibilisierung durch Gelassenheitstraining

Durch gezielten und langsam steigerndem Einsatz von erschreckenden Gegenständen wie Regenschirme, wehende Fahnen oder raschelnde Plastiktüten das Pferd auf mögliche Schrecksituationen am Turnierplatz vorbereiten.
Zwar kann man sich nicht gegen alle möglichen Dinge wappnen, aber das Vertrauen wächst mit jeder bewältigten Schrecksituation.
Zum Gelassenheitstraining bei Anne Pobell gibt es grundsätzliche Techniken, die man auf alle Objekte übertragen kann. Diese sind in ihren Kursen zu erlernen. Eine Regel ist, dass sich das Pferd dem Objekt zuwendet und nicht dabei flieht.

4. Üben außerhalb des Reitstalles, in fremder Umgebung

Des Weiteren kann man sein Pferd an den Besuch von fremden Reitställen mit unbekannten Pferden gewöhnen, wie auch an den Besuch von Turnieren ohne eigene Teilnahme. Es lernt dadurch, seinen sicheren Hof und Herdenverband ohne Gefahr zu verlassen.

Das erste Turnier
Am Turniertag ist es hilfreich, Übungen zur Klärung der Rangfolge wie das Führtraining zu wiederholen und bei Bedarf die Übung 'Kopf senken' zum Ausschütten von Entspannungshormonen durchzuführen.
Grundsätzlich gilt: Gelassenheit ausstrahlen und das eigene Ziel vor Augen behalten.

Weitere Informationen über Anne Pobell - Ganzheitliches Pferdetraining:

www.GanzPferd.de

 

 
 

 

 
     
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